Deutscher Pflegepreis 2022 geht an ALLE PFLEGEFACHPERSONEN UND HEBAMMEN

Der vom Deutschen Pflegerat (DPR) ausgelobte Deutsche Pflegepreis geht im Jahr 2022 an ALLE PFLEGEFACHPERSONEN UND HEBAMMEN. Die feierliche Preisverleihung fand am 06. Oktober 2022 auf dem Deutschen Pflegetag 2022 statt.

Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer, Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V. (Mitgliedsverband des DPR): „Alle tätigen Pflegefachkräfte in der Gesamtheit der Einrichtungen und Dienste im Gesundheitswesen sind die Gewinner des Preises. SIE gehören dazu? Dann schauen Sie mal in den Spiegel – so sehen Sieger aus! Herzlichen Glückwunsch an Sie und alle Kolleg:innen. Selten war eine Preisverleihung gerechtfertigter und gerechter als dieses Jahr.“

Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats e.V. (DPR): „Die Leistungen der Pflegefachpersonen und Hebammen für unsere Gesellschaft sind beispielslos wertvoll. Sie sind das Bindeglied, welches unsere Gesellschaft zusammenhält, und sie sind ein wichtiges Glied der Teilhabe am Leben, vom Beginn des Lebens bis zu seinem Ende.

Alle Pflegefachpersonen und Hebammen haben es verdient, auf ihren Beruf stolz zu sein. Sie können so viel mehr, wenn es die rechtlichen Grundlagen dafür gäbe. In Deutschland aber dürfen sie ihre Kompetenzen nicht vollumfänglich ausüben. Das muss sich zwingend ändern, denn sonst werden wir unter den bereits bekannten ökonomischen und pandemischen Einflüssen diese wertvollen Kompetenzen in unserem deutschen Gesundheitssystem auf Dauer verlieren. Sie müssen diese Kompetenzen anwenden dürfen. Das müssen auch die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland miteinfordern.

Ich freue mich, mit der Vergabe des Deutschen Pflegepreises des Deutschen Pflegerats an ALLE PFLEGEFACHPERSONEN UND HEBAMMEN ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung, die Dynamik und Leistungsfähigkeit der Profession Pflege und der Hebammen zu setzen. Jede einzelne von ihnen, jeder einzelne von ihnen und damit von uns ist eine absolut würdige Preisträgerin, ein absolut würdiger Preisträger. Sie alle werden zu Recht mit dem Deutschen Pflegepreis für ihre Leistungen und ihren Einsatz geehrt.

Dem Deutschen Pflegerat ist die diesjährige Preisvergabe ein Herzensanliegen. Damit ist eine große Dankbarkeit und Wertschätzung für alle Pflegefachpersonen und Hebammen verbunden. Aber auch Forderungen: Beide Professionen benötigen zusätzliche Kolleginnen und Kollegen, eine bessere Vergütung, bedarfsgerechte Aufgabenzuschnitte, Karrieremöglichkeiten und Selbstbestimmung in ihrem Beruf. Sie benötigen Respekt für ihre Leistungen und Arbeitsbedingungen, die sie unterstützen anstatt sie zu behindern und aufzureiben.“

In der Begründung zu den diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger heißt es weiter:

Pflegefachpersonen und Hebammen leisten für die Versorgung der Bevölkerung einen unverzichtbaren Beitrag. Durch den seit Jahrzehnten in ihren Berufen anhaltenden Personalmangel und durch die unzureichenden Arbeitsbedingungen werden sie oft und vielerorts an ihre Belastungsgrenzen geführt.

Während der Corona-Pandemie wurden diese Belastungsgrenzen zusätzlich und anhaltend überschritten. Dennoch haben Pflegefachpersonen und Hebammen die pflegerische Versorgung in allen Settings aufrechterhalten – und das obwohl sie dabei ihre eigene Gesundheit gefährdet haben:

Beide Professionen versorgten an Covid-19 erkrankte Patient:innen, Bewohner:innen und Mütter; zu Beginn der Pandemie ohne ausreichende Schutzausrüstung. Sie begleiteten Patient:innen und Bewohner:innen, die nicht an Covid-19 erkrankt waren, über die lange Phase hinweg, in denen sie keinen Besuch erhalten konnten. Und sie begleiteten Sterbende, die ihre allerletzte Lebensphase ohne die ihnen vertrauten Angehörigen durchleben mussten.

Sie haben Hygienepläne aufgestellt und mussten von Patient:innen und Bewohner:innen deren Einhaltung einfordern – wie das Tragen von Masken oder Abstandsregeln. Sie mussten mit Ängsten, Wut und Verzweiflung von Patient:innen, Bewohner:innen und Besucher:innen umgehen, die diese Hygienemaßnahmen nicht akzeptieren konnten oder wollten bzw. aufgrund ihrer Erkrankung nicht verstanden haben.

Pflegefachpersonen und Hebammen mussten mit widersprüchlichen Corona-Maßnahmen zurechtkommen, ihren Dienst mit Maske verrichten und die zusätzlichen Personalausfälle kompensieren, die durch die stark angestiegenen Erkrankungen von Kollege*innen entstanden.

Zum Hintergrund:

Der Deutsche Pflegepreis des Deutschen Pflegerats wird seit 1999 an Persönlichkeiten oder Institutionen vergeben, die sich durch ihr Wirken um die Pflege und das Hebammenwesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben.

Der Preis ehrt ihre Arbeit und ist die höchste nationale Auszeichnung in der Pflege. Er setzt wichtige Akzente und würdigt Meilensteine zur Bewältigung der Herausforderungen in der Pflege und im Hebammenwesen.

Denn die Preisträgerinnen und Preisträger sind es, die mit ihrer Arbeit und ihrem Einsatz, zusammen mit hunderttausenden professionell Pflegenden, wesentlich für ein besseres Leben in unserem Land beitragen. Sie geben der Pflege und dem Hebammenwesen eine starke Stimme und sind Wegweiser zur Bewältigung der enormen Herausforderungen in diesen Bereichen.

Die offizielle Pressemitteilung des DPR können Sie hier herunterladen. PDF Download

Urkunde Deutscher Pflegepreis 2022 PDF Download

Foto: © Deutscher Pflegepreis / Jan Pauls

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